Werder zeigt Flagge auf der Grünen Woche
Heute stand Werder (Havel) auf der 100. Internationalen Grünen Woche im besonderen Fokus. Beim Werder-Tag in der Brandenburghalle präsentierten sich regionale Unternehmen, Vereine und Produkte in einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm.
Begrüßung und erste Eindrücke
Manuela Saß begrüßte die Gäste gemeinsam mit der amtierenden Baumblütenkönigin Saskia Schwadtke und der Kirschkönigin Heike Runge. Viele Besucher blieben stehen, kamen ins Gespräch und nutzten die Gelegenheit, Werder als Genuss- und Obstbaustadt kennenzulernen.
Den musikalischen Auftakt gestaltete der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Werder (Havel) – unter anderem war „Alt wie ein Baum“ von den Puhdys zu hören. Direkt im Anschluss ging es um Tannenbäume: Dr. Christian Mai, Geschäftsführer des Tannenhofs, berichtete von seiner neuen Produktlinie Tanntastisch und dem Weg ins Fernsehen. Er machte Lust auf einen Besuch des Tannenhofs auch außerhalb der Weihnachtszeit. Die Saison beginnt wieder zu Ostern, dann ist unter anderem auch die Fußballgolfanlage mitten in der Plantage geöffnet.
Bühne und Betriebe im Wechsel
Mit Auftritten der Pirates Cheerleader und der Tanzschule Vizavi kam Bewegung auf die Bühne. Die gute Stimmung übertrug sich schnell auf die Besucher in der Halle. Dr. Reinhard Schmidt, Geschäftsführer des Werderschen Obst- und Gartenbauvereins, gab dann Einblicke in die Arbeit der Obstbauern. Er kündigte das anstehende Obstschnittseminar an und erklärte, dass auch die Obstbauern in Kürze wieder mit dem Baumschnitt auf den Plantagen beginnen.
Das bevorstehende Baumblütenfest klang bei vielen Beiträgen schon an, auch bei Reinhard Schmidt. Neben der Ernte spielt auch die Obstweinerzeugung für das Baumblütenfest auf vielen Höfen eine wichtige Rolle. Sie beginnt mit der Rhabarberernte und endet mit der Quittenernte.
Regionale Produkte und klare Botschaften
Der Karneval Club Werder und der Glindower Carneval Club sorgten mit ihren Tänzen und Liedern für Heiterkeit und präsentierten die karnevalistische Seite der Stadt. Inhaltlich schloss daran das Thema Sanddorn an. Dorothee Berger stellte die Arbeit ihres Petzower Sanddorngartens vor und erläuterte, wie Sanddornprodukte, etwa mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt, zur Gesundheit beitragen können. Auf Wünsche der Kunden reagiert der Betrieb mit Fruchtaufstrichen, die 30 Prozent weniger Zucker enthalten.
Zum Abschluss appellierte Petra Lack an die Gäste, regional zu kaufen. Bei ihrer Werder Frucht GmbH ist Werder Programm: Das Unternehmen vermarktet nicht nur Obst und Gemüse, sondern betreibt auch eigene Gewächshausanlagen und große Obstplantagen auf der Glindower Platte.
So zeigte der Werder-Tag wieder eindrucksvoll, wie regionale Wirtschaft, Landwirtschaft und Vereinsleben miteinander verbunden sind.
