Building yard working at night to keep roads and paths clear
Nicht endender Schneefall, Kälte, Windböen: Der 9. Januar machte besonders deutlich, was Winterdienst in Werder (Havel) bedeutet. Der Sturm wehte die verschneiten Straßen und Wege nach dem Räumen immer wieder zu, teils kurz nach dem Räumen. Für die Einsatzkräfte des städtischen Bauhofs bedeutete das: Überstunden!
Es war nicht der übliche Dienst, bei dem die Gefahr nach einem Durchgang mit Technik und Schiebern gebannt war. Einzelne Abschnitte mussten mehrfach angefahren werden, um Gefahrenstellen so gut wie möglich passierbar zu halten. Der 9. Januar steht damit exemplarisch für die Herausforderungen dieses Winters.
Der Bauhof ist in der gesamten Wintersaison mit unterschiedlichen Wetterlagen befasst. In den vergangenen Tagen lag der Schwerpunkt auf Glättebekämpfung. Von der Stadtverwaltung sind dafür fünf Multicar-Fahrzeuge mit Schiebeschild und Streuer im Einsatz. Aber es wird auch noch klassisch von Hand mit Schneeschieber und Streusand gearbeitet.
Anerkennung für den Einsatz des Bauhofs
Insgesamt sind bei Schnee und Eis 17 Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit dem Thema Winterdienst befasst. Sie sichern nicht nur kommunale Durchfahrt- und Zufahrtstraßen. Auch Gehwege vor städtischen Liegenschaften, Straßenübergänge, Bushaltestellen und Buswartebereiche sowie Rad- und Fußwegbrücken über die Havel werden nach Kräften beräumt. Zusätzlich stehen gefährliche Straßen- und Wegabschnitte, etwa an Schulwegen oder schnell glättebildenden Stellen, im Fokus.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Seit Beginn der Wintersaison war der Bauhof schon häufig im Einsatz: Bereits im November gab es einen achtstündigen Einsatztag. Im Dezember wurde an vier Tagen knapp 30 Stunden geräumt. Und im Januar waren es bis Donnerstag (29. Januar) acht Tage mit insgesamt 60 Stunden. Häufig beginnen die Einsätze bereits um 3 Uhr nachts. Das gilt auch für die Hausmeister städtischer Einrichtungen, die in ihren Einsatzbereichen- zusätzlich zum Bauhof – ebenfalls schieben und streuen.
Ergänzend arbeiten drei externe Fachfirmen im Auftrag der Stadt. Der Bauhof und die Fachfirmen räumen in erster Linie kommunale Durchfahrt- und Zufahrstraßen. Auf Landes- und Bundesstraßen liegt der Winterdienst beim Landesbetrieb Straßenwesen, auf außerörtlichen Kreisstraßen beim Kreisstraßenbetrieb.
„Winterdienst funktioniert nur gemeinsam“, betont Bürgermeisterin Saß. Die Stadt komme ihrer Verantwortung nach Kräften nach, zugleich sind laut Straßenreinigungssatzung auch die Anlieger in der Pflicht. „Dennoch lässt sich bei wechselnden oder extremen Wetterlagen nicht jede Glätte verhindern. Deshalb bitte ich alle, aufmerksam zu sein und Rücksicht zu nehmen“, sagt die Bürgermeisterin.
