Blütenstadt Werder (Havel)

Unterführung L90

Vom Norden in den Süden oder umgekehrt? Egal wie, oft dauert es lange. Der derzeitige Bahnübergang mit bis zu elf Stunden Schließzeit pro Tag soll durch zwei Unterführungen ersetzt werden. Das Planfeststellungsverfahren beginnt 2024.

Quelle: LS Brandenburg

Screenshot aus einer Videosimulation des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg.

Der Bahnübergang in Werder (Havel) ist laut Landesangaben der am stärksten frequentierte Bahnübergang im Landesstraßenbereich. Die Schrankenanlage ist täglich bis zu elf Stunden geschlossen. Da sowohl auf der Bahnstrecke als auch auf der Landesstraße die Frequenz zum Berufsverkehr am höchsten ist, kommt es in diesen Zeitfenstern zu Schließzeiten von mehr als 30 Minuten pro Stunde, auch diese Angaben stammen vom Land.

Die L90 verbindet den Norden mit dem Süden Werders. Der derzeitige Bahnübergang ist mit einer Schranke ausgestattet, am Bahnhof gibt es eine Unterführung die mit zwei Aufzügen ausgestattet ist. Ersetzt werden soll der derzeitige Übergang durch eine Unterführung für Kraftfahrzeuge in der jetzigen Straßenachse sowie durch eine neue barrierefreie Unterführung am Bahnhof für Rad- und Fußverkehr.

Die Stadt Werder beteiligt sich voraussichtlich mit ca. 10 Prozent an den Baukosten der Unterführung für Rad- und Fußverkehr und wird diese Unterführung auch instandhalten. Das Gesamtprojekt wird von Bund, Land und Bahn jeweils zu einem Drittel finanziert.

Die Entwurfsplanung ist abgeschlossen, das Planfeststellungsverfahren hat im Januar 2024 begonnen.

Letzte Aktualisierung:

Werder (Havel), 22. Februar 2024